Meine eigene kleine ‘Telekom und das iPhone 4′ Story

Auch ich bin als bekennender Apple Fanboy mehr oder weniger dem iPhone 4-Wahn verfallen. Mein iPhone 3G kommt langsam aber sicher an seine Grenzen was Speicherkapazität angeht und viele Apps laufen einfach nicht mehr rund, weil die Hardware nicht genügend Power hat. Da kommt das neue iPhone für mich wie gerufen.

Zwar läuft mein aktueller Vertrag (Complete-M der ersten Generation) lange genug, um ohne Strafgebühr eine Vertragsverlängerung auf zwei Jahre machen zu können, jedoch möchte ich mich nicht weitere zwei Jahre an die Telekom binden. Gründe gibt es dafür sicherlich viele. Für mich persönlich ist die Zweijahresbindung an sich ein absolutes No-Go. In zwei Jahren kann sich einfach zu viel an den Tarifstrukturen ändern. Insbesondere in Hinblick auf die eventuell im November endende Exklusivbindung zwischen Telekom und Apple dürfte sich bei den Tarifen dann einiges ändern und ich möchte dann nicht noch 1 1/2 Jahre an einen ungünstigen Tarif gebunden sein. Zu guter letzt käme dann im kommenden Jahre ein Upgrade auf das neue iPhone dann nicht mehr in Frage.

Aber wenn nicht via Telekom, wo sollte ich mir das iPhone 4 sonst beschaffen?
Ich habe keine Bekannten oder Verwandten in Großbritannien und auch keine in Frankreich, wo das iPhone 4 ohne Vertragsbindung verkauft wird. Kurzzeitig kam mir der Freight Forwarder Borderlinx in den Sinn. Jedoch verwarf ich diese Beschaffungsmöglichkeit sofort wieder, da Borderlinx von Apple USA für die Bestellung eines iPads ausgeschlossen wurde. Warum sollte das in UK oder Frankreich für das iPhone anders sein?

Aber dann fand ich in meinem RSS-Reader zwei interessante Artikel. Und zwar einmal beim fscklog und einmal im Blog hombertho.de. In beiden Fällen wurde ein iPhone 4 in UK via Borderlinx bestellt und eins wurde bereits zugestellt. Also habe ich mir kurzerhand eine Borderlinx Adresse generieren lassen, die Kreditkarte meiner Eltern ausleihen lassen und ein schwarzes iPhone 4 32GB im Apple Store UK bestellt. Der Liefertermin ist auf den 20. Juli datiert.

So weit, so gut…

Damit ich beim Eintreffen meines iPhone 4 auch gleich loslegen kann, habe ich einige Tage nach der Bestellung mit meinem iPhone 3G bei der 2202 angerufen, um mir eine MultiSIM in Form einer MicroSIM zu bestellen. Die werte Dame von der Telekom Hotline erklärte mir dann, dass doch beim neuen iPhone bereits eine MicroSIM dabei ist. Nach ein wenig Herumgerede hat sie dann aber verstanden, dass ich es im Ausland bestellt habe und meinte, dass es kein Problem sei, eine MicroSIM zu ordern. Ich hätte eigentlich damit gerechnet, dass sie mir sagt, dass es nicht möglich ist, ohne eine Verlängerung eine passende SIM für das iPhone zu bekommen. Da war ich dann positiv überrascht, wie unkompliziert dass dann doch geht.

Die Telekom Mitarbeiterin teilte mir noch mit, dass meine aktuelle SIM durch die neue MicroSIM als Hauptkarte ersetzt wird und die zusätzliche „große“ SIM die MultiSIM sein wird.

An dieser Stelle hätte ich eine kurze Denkpause einlegen sollen. Das habe ich aber leider nicht getan… Denn während mir die werte Frau noch die Vorteile einer Vertragsverlängerung auf weitere zwei Jahre erklärte und ich ihr sagte, dass ich den Vertrag lieber über die automatische Verlängerung um ein Jahr verlängern möchte, brach plötzlich die Verbindung ab.

Ich schaute auf mein iPhone und sah in der linken oberen Ecke des Displays: „KEIN NETZ“. Als auch nach einem zweiten Reboot des Gerätes immer noch kein Netz zur Verfügung stand, wurde mir ganz langsam klar, dass die SIM schon gesperrt wurde.

Nun warte ich also auf die neuen Karten und hoffe, dass ich die beiden Karten getrennt von einander aktivieren kann und dies nicht ausschließlich über die Hauptkarte passieren muss. Denn mein iPhone wird erst am 20. Juli an Borderlinx geliefert und braucht dann noch den ein oder anderen Tag, um endlich bei mir anzukommen.

Ein wenig verstört beschwerte ich mich dann bei @Telekom_hilft. Nach einiger Zeit bekam ich dann eine Antwort, die mich nicht so ganz zufrieden stellte. Aber wie soll man sein Problem auch treffend in 140 Zeichen packen?

Telekom_hilft_conversation.png

Einige Stunden darauf bekam ich dann eine Direct Message von @Telekom_hilft mit der Bitte, meine Kundendaten per E-Mail zu schicken, damit sie sich den Fall noch einmal genauer anschauen können.

Telekom_hilft_dm.png

Die E-Mail mit meinen Kundendaten und einer kurzen Zusammenfassung habe ich dann an die genannte Adresse geschickt. Ein Feedback dazu steht leider noch aus. Im Moment sieht es jedenfalls danach aus, als hätte ich von Freitag bis Montag (vermutlich sogar bis Dienstag) keine nutzbare SIM. Sobald ich neue Infos habe, werde ich diesen Artikel updaten.

UPDATE
Am heutigen Montag hat sich @Telekom_hilft per E-Mail und auch per Twitter bei mir gemeldet. In der E-Mail stand nichts neues:

„Ihre Karte ist unterwegs und wird heute, allerspätestens morgen bei Ihnen eintreffen.“

Über Twitter bekam ich dann nach einer Rückfrage meinerseits die Information, dass die Tage, an denen mir keine funktionsfähige SIM zur Verfügung stand, als Gutschrift in der nächsten Rechnung angerechnet werden.

Telekom_hilft_reply.png

Als ich heute nach Hause kam, lagen dann auch tatsächlich zwei Umschläge im Briefkasten: in dem einen meine neue MicroSIM und in dem anderen meine MultiSIM. Nach vorsichtigem Herausbrechen der SIM aus der Plastikkarte konnte ich die MultiSIM problemlos mit der zugehörigen PIN aktivieren. Somit kann ich endlich wieder unterwegs twittern und Carcassone spielen!

UPDATE 2: Order Shipped
Mein iPhone sollte eigentlich am 16.07. in den Versand gehen und spätestens am 20.07. bei Borderlinx ankommen. Heute habe ich eine Versandbestätigung mit der Info bekommen, dass meine Bestellung spätestens am 16.07. bei Borderlinx eintreffen soll.

UPDATE 3: Endlich angekommen
Nach 10 Tagen im Lager von Borderlinx und weiteren 1,5 Tagen Transportzeit, ist am 28.07. mein iPhone endlich bei mir angekommen.

Eine kurze Apple-Support-Story

Vergangenen Samstag habe ich mir spontan im Media Markt eine MobileMe Lizenz zugelegt. Die Erstellung des MobileMe-Accounts war unkompliziert und ging sehr leicht von der Hand. Gerade als ich mit der Einrichtung fertig war und die Synchronisation auf meinem iPhone und MacBook Pro einrichten wollte, kam es aber zu Problemen. Weder iPhone noch Laptop wollten sich am MobileMe-Dienst anmelden. Dann fiel mir auf, dass ich mich beim Eintippen des Accountnamens vertippt hatte – und zwar bei der Registrierung. Also habe ich die Supportdokumente bei Apple mal durchsucht, ob es eine Möglichkeit gibt, den Accountnamen zu ändern (die Hoffnung stirbt ja zuletzt). Wie befürchtet, kann man den Login nicht so einfach ändern – was ja auch durchaus nachvollziehbar ist.

Wenn man eine kostenlose Probemitgliedschaft hat, dann kann man einfach seine Daten sichern, den alten Account löschen und einen neuen Account anlegen. Ähnlich funktioniert es auch, wenn man eine Kreditkarte hat und darüber bezahlt hat. Dann hat man sogar zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man einen zweiten vollwertigen Account anlegen, den man dann erstmal bezahlen muss und hofft darauf, dass der Apple-Support nach der Löschung des alten Accounts das Geld gutschreibt, oder man legt ebenfalls einen Probeaccount an und lässt den alten Accounts löschen und den neuen durch den Support aufwerten.

Aber wenn man einen Code zur Aktivierung der Vollmitgliedschaft verwendet hat und keine Kreditkarte besitzt, dann ist das ein wenig problematischer, da man keinen neuen Account anlegen kann, ohne seine Kreditkartendaten zu hinterlassen. Ich habe dann einfach mal den Web-Supportchat gestartet und dem Supporter mein Problem erklärt. Ganz anders als erwartet, oder besser gesagt, ganz anders als ich es von Supportern gewohnt war, hat der Mensch am anderen Ende der Leitung wirklich versucht mir zu helfen, ohne mir irgendwelche Textbausteine an den Kopf zu geworfen. Nach einigen simplen Anweisung und der Beantwortung einiger Sicherheitsfragen um meine Identität zu bestätigen, hat der Supportmitarbeiter den von mir zuvor verwendeten Aktivierungscode reaktiviert. Somit konnte ich mit dem bei Media Markt gekauften Key einen neuen Account mit dem richtigen Loginnamen anlegen.

Sind die Piraten die Antwort auf meine Frage?

Vor einiger Zeit – um genau zu sein am 08.01.2008 – habe ich noch einen Blogeintrag in der Kategorie „Fragen“ mit dem Titel „Warum gibt es nicht die eine Partei?“ verfasst. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nichts von den Piraten gehört. Jetzt stelle ich mir die Frage: „Sind die Piraten die Antwort?“

Natürlich sind sie nicht die Lösung all unserer Probleme. Aber dennoch dürften sie das ein oder andere Problem zügig lindern oder sogar tatsächlich beheben können. Wie ich in meinem erwähnten Blogeintrag schon schrieb, lauten hier die Stichwörter Logik, Vernunft und gesunder Menschenverstand. Im Gegensatz zu den etablierten Parteien haben die Piraten einfach den besseren Ansatz:

  1. Alle zu Grunde liegenden Daten und Fakten sammeln.
  2. Die Daten gewichten und auswerten.
  3. Lösungsvorschläge/-ansätze erarbeiten.
  4. Die Lösungsvorschläge mit allen interessierten über das „neue Medium“ diskutieren.
  5. Die beste Lösung angehen.

Jetzt werden einige Anhänger der etablierten Parteien sofort losschreien: „Was? Genau so macht meine Partei das doch auch!“ Menschen, die das glauben, denen kann man leider auch mit den stichhaltigsten Beweisen nicht klar machen, dass dem nicht so ist. Es mag ja sein, dass sie es so propagieren, jedoch werde zum einen viel zu viele Fakten wegen der eigenen Überzeugung gefiltert und zum anderen fehlt ihnen einfach das Wissen und Verständnis. Sie holen sich sogenannte Experten und lassen sich von ihnen alles verkaufen. Es wird nicht hinterfragt. Wenn das, was der „Experte“ erzählt in die Überzeugung passt, dann wird das so übernommen und für richtig oder notwendig erklärt. Die Piraten stammen zum größten Teil aus der IT oder anderen Branchen, wo ausschließlich Fakten und Logik die Basis aller Entscheidungen sind. Sie haben von der Pike auf gelernt, alles zu hinterfragen, ein Verständnis für das zu bekommen, was als gegeben hingestellt wird. Dieses Prinzip, gepaart mit gesundem Menschenverstand dürfte doch wohl auch für die Politik funktionieren. Eigentlich kann es doch gar nicht anders funktionieren!

Auch wenn ich Software Engineer bin und man meinen könnte, dass mir diese Verfahrensweisen und Prinzipien im Studium eingehämmert wurden: ich habe schon immer so gedacht und versucht auch danach zu handeln. Es war mir schon immer zu wider, dass es in der Politik nach ganz anderen Grundsätzen vorgegangen wird. Deswegen habe ich meine Entscheidung getroffen und werde die Piraten wählen. Da in meinem Wahlkreis kein Pirat als Direktkandidaten antritt, werde ich wie üblich das geringste Übel wählen.

In letzter Zeit kam in meinem näheren Umfeld immer wieder die Frage auf, wen man denn wählen würde. Auch von Freunden, die sehr internetaffin sind, habe ich immer wieder Schlagworte wie „Spaßpartei“ oder „unwählbar“ in Bezug auf die Piraten gehört. Ich kann ihre Ansicht verstehen – aber eben nur teilweise. Sie sagen, die Piraten haben kein echtes Wahlprogramm und haben nur zu IT-spezifischen Themen eine Stellung. Aber so kann man das nicht sagen. In der IT liegen ihre Wurzeln und dort kennen sie sich aus. Die Piraten sind eine noch sehr junge Partei, die nicht von Anfang an für alle Themen eine Lösung haben. Das geht auch nicht, da ihnen die grundlegenden Fakten fehlen. Aber sie werden sich früher oder später mit den anderen Themen auseinandersetzen. Wenn mir dann jemand sagt, dass er die Piraten nicht wählen kann, weil er Angst hat, dass die Piraten dann eine konträre Einstellung zu den bisher unbearbeiteten Themen einnehmen könnten, dann kann ist das für mich verständlich. Ich für meinen Teil vertraue der Herangehensweise und den Prinzipien quasi blind und bin mir sicher, dass die Piraten auch in den anderen Themen die richtige Einstellung vertreten werden, wenn es soweit ist. Aber im Moment gibt es für sie einfach wichtigere, existenziellere Themen, die zudem sehr tief in die andere Themen hineinreichen, die bearbeitet werden müssen. Außerdem wird die Piratenpartei niemals übermäßig viele Stimmen bekommen. Die großen Parteien werden die großen Parteien bleiben. Und die werden sich auch weiterhin ihre Politik machen.

Weiterführende Links zum Thema

[Mac OS X] Twit Menulet, a Twitter client that fits in your mac menu bar

I just found a very nice alternative to the Mac OS X twitter client Nambu: Twit Menulet, a Twitter client that fits in your mac menu bar. Like Nambu, Twit Menulet has a little icon in the Mac OS X menu bar. But Twit Menulet does not have an application window. All actions are done over the Twit Menulet menu in the menu bar. Give it a try – I’ll do!

Kostenloses Zend Framework Poster

Im thinkphp.de Blog gibt es einen Eintrag, über den man kostenlos ein großes Poster der Firma Mayflower vom Zend Framework bekommen kann. Dafür muss man lediglich eine Mail mit seiner Anschrift an Björn Schotte von Mayflower schicken und über die Aktion etwas in seinem Blog schreiben. Ich schreibe nun aber nicht nur aus diesem Grund diesen Eintrag, sondern weil ich die Aktion einfach gut finde und so unterstützen möchte.

Mayflower Zend Framework Poster

WWDC am 8 Juni 2009

Der Apple-Store ist offline. Was wird uns die WWDC wohl diesmal feines bescheren?
Klar, ein neues iPhone (oder vielleicht auch mehrere verschiedene neue iPhones – wenn man den Gerüchten glauben darf) zusammen mit dem neuen iPhone OS 3.0 werden gezeigt. Doch wann sie jeweils released werden, dass ist gar nicht mal so klar. Dass das iPhone OS 3.0 dürfte jedoch im Laufe der WWDC schon für alle verfügbar sein. Dies versprach Apple schließlich beim letzten Special-Event, als es explizit um das neue iPhone OS 3.0 ging. Aber wie sieht es mit den iPhone aus? Was wird Neues drin stecken? Wann wird es zu haben sein?

Viele reden davon, dass Apple ein eigenes Sub-Notebook zeigen wird. Ich persönlich bezweifle das, obwohl ich davon überzeugt bin, dass im Moment bei Apple genau daran gearbeitet wird. In ein paar Minuten geht es los. Also lassen wir uns überraschen!

Nachtrag:
Tjoa, das war ein wenig ernüchternd, wie ich finde. Nichts wirklich Überraschendes – zumindest nicht im erfreulichen Sinne. Ich habe fest damit gerechnet, dass das neue iPhone OS definitiv spätestens nach der Keynote verfügbar ist. Aber die paar Tage länger können wir auch noch warten. ;-)

Auf Snow Leopard freue ich mich schon sehr. Zwar werden kaum große Features für den Otto Normalverbraucher dabei sein, aber die vielen kleinen Verbesserungen werden die alltägliche Arbeit nochmals um einiges erleichtern. Sehr witzig fand ich die Anspielung, dass Snow Leopard Exchange komplett unsterstützt und beim Update für 29$ im Betriebssystem enthalten ist, wobei man bei Microsoft einiges dafür bezahlen darf. Macht das dann Entourage (endlich) komplett überflüssig?

Das neue iPhone 3G S… Was soll man dazu sagen? Klar, haben möchte ich es. Aber es ist nicht so, dass ich es mir unbedingt zulegen müsste. Wenn der aktuelle Vertrag ausläuft, dann wird sicherlich auch ein neues iPhone fällig. Aber bis dahin könnte auch schon wieder eine neue Version des iPhones da sein. Das iPhone 3G SX? Aber mal im Ernst: wer braucht denn bitte einen Kompass in seinem iPhone? Wenn sie das als API eingebaut haben: Ok, das kann ich noch verstehen. Aber wenn das wieder so eine nutzlose feste Applikation ist, die sich nicht löschen lässt, dann kann ich das nicht nachvollziehen. Apple sollte seine eigenen Apps wie Stocks oder den Kompass ebenfalls im App-Store anbieten. Dann kann sich jeder, der diese Apps benötigt, selbst herunterladen.

Eine kleine und sehr nette Überraschung war sicherlich auch die Aktualisierung sämtlicher MacBooks mit einhergehender Preissenkung. Das dürfte wieder den ein oder anderen PC-User dazu bewegen, sich doch mal einen Mac anzuschaffen.